Iconic
Staatstheater Hannover - Schauspielhaus
Sisi, Lady Di und die Welfinnen | mit Texten von Mareike Fallwickl, lynn t musiol und Jacinta Nandi | keine Pause
Der Adel und die Monarchie dienen seit jeher als Projektionsfläche und Faszinosum. Jeder royale Fehltritt, jeder Betrug, jeder Skandal, jede Eheschließung und jede Intrige tragen das Potenzial in sich, die Massen zu bewegen. Was ist es, das uns so nachhaltig an den Royals und ihren fernen Leben begeistert — und auch triggert? Serien wie „Die Kaiserin“ und „The Crown“ bezeugen eine widersprüchliche Faszination für ihr exklusives Dasein. Denn neben Luxus und Pomp scheint gerade die dunkle Seite der Macht ihr Schillern zu ermöglichen: ...
Der Adel und die Monarchie dienen seit jeher als Projektionsfläche und Faszinosum. Jeder royale Fehltritt, jeder Betrug, jeder Skandal, jede Eheschließung und jede Intrige tragen das Potenzial in sich, die Massen zu bewegen. Was ist es, das uns so nachhaltig an den Royals und ihren fernen Leben begeistert — und auch triggert? Serien wie „Die Kaiserin“ und „The Crown“ bezeugen eine widersprüchliche Faszination für ihr exklusives Dasein. Denn neben Luxus und Pomp scheint gerade die dunkle Seite der Macht ihr Schillern zu ermöglichen: Einsamkeit, Leistungsdruck, Missbrauch und Selbstausbeutung prägen die meisten royalen Biografien. Die Auserkorenen sind selten glücklich. Und woher kommt überhaupt das ganze Geld?
Die Royals bedürfen einer kritischen Inventur. Jorinde Dröse untersucht in ihrer Inszenierung verschiedene adlige Frauenfiguren der letzten Jahrhunderte und die Funktionen, die sie in unserer Geschichtsschreibung und Unterhaltungskultur erfüllen. Welche Zuschreibungen, Klischees und Narrative machen diese Frauen so ikonisch, warum brauchen wir sie so konsequent in unseren Leben und Gedanken und warum können wir sie einfach nicht loslassen?
Regie
Jorinde Dröse studierte Regie in Hamburg und inszenierte bis 2016 an verschiedenen großen Theatern. Seit 2009 arbeitet sie zudem als Mutter. 2016 machte sie eine Ausbildung zur Erzieherin und war in einer Waldkita tätig. Mit der Spielzeit 21/22 nahm Jorinde Dröse ihre Arbeit als Regisseurin wieder auf und setzt in ihren Inszenierungen den Fokus auf feministische Narrative und Diversität. 2023 und 2025 entstanden am Schauspiel Hannover die Erfolgsinszenierungen „Die Wut, die bleibt“ sowie „Und alle so still“, basierend auf den Romanen von Mareike Fallwickl, und 2024 am Berliner Ensemble „#motherfuckinghood“ in Zusammenarbeit mit der Schauspielerin Claude De Demo. Alle drei Inszenierungen verhandeln aufwühlend und persönlich die Themen Mutterschaft und Care-Arbeit.
- 05.03.2026, 19:30 Uhr
Ich will alles — oder nichts!
- 06.03.2026, 10:30 Uhr
Die Schneekönigin
- 06.03.2026, 19:30 Uhr
Hamlet: R2D2 or not 2B2
- 07.03.2026, 19:30 Uhr
Heimsuchung
- 08.03.2026, 19:00 Uhr
Ein wenig Licht. Und diese Ruhe.
- 10.03.2026, 17:00 Uhr
Führung durch das Schauspielhaus
- 10.03.2026, 19:30 Uhr
Die Wut, die bleibt
- 11.03.2026, 19:30 Uhr
Ich will alles — oder nichts!
- 12.03.2026, 19:30 Uhr
Hamlet: R2D2 or not 2B2
- 13.03.2026, 19:30 Uhr
PRIDE