Es liegt etwas Magisches in der Geschichte des israelischen Pianisten Yaron Herman: Geboren 1981 hatte er eine glänzende Karriere als Basketball-Profi in der israelischen Junioren-Nationalmannschaft vor sich. Doch eine schwere Knieverletzung beendet seinen Traum vom Leben als Spitzensportler. Erst im fortgeschrittenen Teenageralter beginnt er daraufhin, Klavier zu spielen. Yaron Herman stürzt sich jedoch mit so viel Elan in seinen Plan B, dass er innerhalb weniger Jahre zu einem DER Nachwuchsjazzer Europas aufsteigt.Nach einem kurzen Intermezzo ...
Es liegt etwas Magisches in der Geschichte des israelischen Pianisten Yaron Herman: Geboren 1981 hatte er eine glänzende Karriere als Basketball-Profi in der israelischen Junioren-Nationalmannschaft vor sich. Doch eine schwere Knieverletzung beendet seinen Traum vom Leben als Spitzensportler. Erst im fortgeschrittenen Teenageralter beginnt er daraufhin, Klavier zu spielen. Yaron Herman stürzt sich jedoch mit so viel Elan in seinen Plan B, dass er innerhalb weniger Jahre zu einem DER Nachwuchsjazzer Europas aufsteigt.Nach einem kurzen Intermezzo am renommierten Berklee College of Music, lebt und arbeitet Yaron Herman seit mittlerweile fünfzehn Jahren in Paris. Sein musikalischer Fokus liegt auf dem Spiel im klassischen Pianotrio, wobei er sich stilistisch vor allem auf Keith Jarrett und Brad Mehldau bezieht. Auf Yaron Herman‘s hochgelobtes Frühwerk folgt 2015 mit »Everyday« sein erster Langspieler für das legendäre Label Blue Note. Zu seinem Konzert in der Elbphilharmonie kommt er mit dem Nachfolger »Y« im Gepäck. Die drei Linien, die den Buchstaben bilden, könnten dabei für sein neues Trios stehen: Dies setzt sich neben Herman selbst aus Bastien Burger, dem Bassisten und Gitarristen der Pariser Indie-Pop-Band The Dø, und Ziv Ravitz, seinem langjährigen Schlagzeuger und musikalischen Alter Ego, zusammen.Vor allem aber steht das Y für die Synthese all der Einflüsse, die den 36-Jährigen geprägt haben: Diese umfassen Jazz und Klassik ebenso wie Post-Rock und Elektro, sie reichen von Sufjan Stevens bis hin zu Steve Reich. Während Yaron Herman auf früheren Alben gerne Pop-Hits von Radiohead, Björk oder Britney Spears auf kongeniale Art in den Jazzkontext überführte, schreibt er heute eigene Songs mit Ohrwurm-Qualität. Sein Ziel ist dabei stets, die Trennlinien zwischen Jazz, Klassik und Pop endlich komplett aufzuheben.
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