Schauspiel-Uraufführung von Isabelle McEwen in Kooperation mit dem Sprechwerk, Hamburg
Es ist Nacht. Eine junge Frau, Sara, hatte an dem Abend eine Vernissage in einer Hamburger Galerie besucht. Plötzlich ist sie wieder dort und ihr Blick auf die Dinge ist anders als noch ein paar Stunden zuvor. Vielleicht sind die Dinge selbst anders, die Kunstwelt zeigt jedenfalls ihre Fratze. Sara ist Künstlerin, schon als kleines Kind wollte sie Künstlerin sein, seit einiger Zeit wird sie aber von der Frage geplagt, was die Aufgabe von Kunst sei. „Es gibt Kinder im Jemen, die verhungern, wie kann ich Kunst machen, die diese brutale Realität ignoriert?“ ...
Es ist Nacht. Eine junge Frau, Sara, hatte an dem Abend eine Vernissage in einer Hamburger Galerie besucht. Plötzlich ist sie wieder dort und ihr Blick auf die Dinge ist anders als noch ein paar Stunden zuvor. Vielleicht sind die Dinge selbst anders, die Kunstwelt zeigt jedenfalls ihre Fratze. Sara ist Künstlerin, schon als kleines Kind wollte sie Künstlerin sein, seit einiger Zeit wird sie aber von der Frage geplagt, was die Aufgabe von Kunst sei. „Es gibt Kinder im Jemen, die verhungern, wie kann ich Kunst machen, die diese brutale Realität ignoriert?“, denkt sie. „Man darf die Kunst nicht zu einer Aussage zwingen, egal welche. Für die Kunst ist Politik Gift. Die Kunst will frei sein. Steckst du sie in einen Käfig, brauchst du dich nicht zu wundern, wenn du hinter den Gittern nichts als einen Hasen entdeckst.“, sagte ihr ein Lehrer. Sara navigiert in ihrem Traum in einer Welt, in der ganz andere Akteure das Wort haben. Dort passieren Dinge, die ihr Angst machen aber über ihre Angst wird nur gelacht: „Wer Kunst machen will und Angst hat, der ist selbst der Hase im Käfig“, sagt ihr ein Mann, den sie auf ihrer Reise trifft. Diese Reise ist auch eine Reise durch die Kunst. Eine ungefährliche Reise ist es übrigens nicht, der Maler Mark Lombardi hat sie seinerzeit nicht überlebt und er ist nicht der einzige.
„Tatort Kunst“ ist eine Performance für eine Schauspielerin und einen Schlagzeuger.
Diese Produktion wurde von der Kulturbehörde Hamburg gefördert.
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