Tamara Lukasheva gilt über ihre Generation hinaus als eine der herausragenden Stimmen des deutschen, wenn nicht des europäischen Jazz. Ihre ungewöhnlich flexible, über viele Jahre ausgefeilte Ausdruckskraft beeindruckt nicht nur ein Jazz-affines Publikum. Lukashevas ...
CD-Release „Homebridge“
Großes, buntes Ohrenkino.
WAZ, Essen
Tamaras Stimme ist wandlungsfähig, quicklebendig, voller Überraschungen und technisch auf höchsten Stand.
Jazzthetik
Tamara Lukasheva gilt über ihre Generation hinaus als eine der herausragenden Stimmen des deutschen, wenn nicht des europäischen Jazz. Ihre ungewöhnlich flexible, über viele Jahre ausgefeilte Ausdruckskraft beeindruckt nicht nur ein Jazz-affines Publikum. Lukashevas Musik ist eigenständig und variabel, positioniert sich im Spannungsfeld von starken Melodien, osteuropäischen Einflüssen, dynamischer Improvisation und engagierter Emphase. Der lebendige und markante Charakter ihrer Kompositionen hat natürlich mit ihren persönlichen Wurzeln zu tun.
Als Tamara Lukasheva 2010 von Odessa nach Köln umzog, hatte sie trotz ihrer jungen Jahre schon beachtliche Erfahrungen gesammelt. 1988 in eine Musikerfamilie geboren, studierte sie klassisches Klavier und Jazzgesang. Schon mit 15 begann sie ihre Profi- Karriere, arbeitete mit renommierten ukrainischen Musikern in kleinen Formationen und Bigband sowie im Duo mit der Pianistin Roksana Smirnova. Kaum in Köln angekommen, gründete Lukasheva ihr bis heute bestehendes Quartett, das seit seinem Debüt „Patchwork Of Time“ viel Lob von Medien und Publikum erhielt. 2014 wurde das Quartett mit dem Jungen Deutschen Jazzpreis Osnabrück ausgezeichnet, im Jahr darauf gewann es den 2. Preis bei den Keep an Eye Jazz Awards in Amsterdam. 2017 kam der Neue Deutsche Jazz Preis in beiden Kategorien (Band und Solistin) dazu.
Im Januar 25 2019 erscheint das neue Album des Tamara Lukasheva Quartetts beim stets geschmackssicheren Berliner Label Traumton Records. Die elf Songs auf „Homebridge“ fesseln mit großer musikalischer Spannweite, Ideenreichtum und Intensität. Der kontrastreiche Aufmacher „Night And The Moon“ zieht mittels Energieschüben, offensiven Vokalaufschwüngen und dynamischen Wendungen in seinen Bann, „Alte Häuser“ versetzt durch prägnante rhythmische Phrasierungen in Bewegung. Das fröhlich hüpfende „Where Do You Go“ fungiert als Sprungbrett für Scats und ein weit ausgreifendes Klaviersolo. Eindringliche Balladen wie das Titelstück oder „The Moon Is Clear“ gehen mit leisen Tönen und vergleichsweise zurückhaltendem Gesang unter die Haut. Neben Lukasheva erweisen sich auch Pianist Scobel und Drummer Mahnig als variable und aussagekräftige Klangfarbenmaler, während Bassist Kühnemann für Erdung und Zusammenhalt sorgt.
Abseits ihres eigenen Quartetts verfolgte Tamara Lukasheva in den vergangenen Jahren zeitweise andere Projekte und ist zudem als viel gefragte Gastsängerin präsent. Mit Drummer Dominik Mahnig hat sie 2017 das Album „Duo Lit“ vorgestellt, 2015 erschien die CD „Matria“ mit Trompeter Matthias Schriefl. Darüber bereichert sie die Ensembles East Drive und Eurasians Unity mit ihrem charismatischen, expressiven Gesang.
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