Seit jeher spielt Skandinavien für den Jazz in Europa eine ganz besondere Rolle. Nicht nur amerikanische Jazzgroßen wie Dexter Gordon oder Wes Montgomery fühlten sich zu diesen Ländern besonders hingezogen, auch gerade die skandinavischen Musiker haben einen ganz besondern „Sound“ im Jazz geprägt und zeigen immer wieder aufs Neue die einzigartige Vitalität und Kreativität dieser Szene. Nachdem mit Helge Sunde bereits ein Aushängeschild der norwegischen Bigband Szene im Subway zu Gast war, hat das SJO im März nun den isländischen Saxophonisten ...
Seit jeher spielt Skandinavien für den Jazz in Europa eine ganz besondere Rolle. Nicht nur amerikanische Jazzgroßen wie Dexter Gordon oder Wes Montgomery fühlten sich zu diesen Ländern besonders hingezogen, auch gerade die skandinavischen Musiker haben einen ganz besondern „Sound“ im Jazz geprägt und zeigen immer wieder aufs Neue die einzigartige Vitalität und Kreativität dieser Szene. Nachdem mit Helge Sunde bereits ein Aushängeschild der norwegischen Bigband Szene im Subway zu Gast war, hat das SJO im März nun den isländischen Saxophonisten und Komponisten Sigurður Flosason eingeladen.
Seit Flosason 1989 von seinem Jazzstudium in Amerika nach Island zurückgekehrte, ist er zu „dem“ einflussreichsten und namhaftesten Jazzmusiker Islands avanciert. Er hat über 20 CDs unter eigenem Namen eingespielt, die angefangen bei seinen eigenen Kompositionen, über Jazzstandards bis hin zu experimenteller Musik, Solo Improvisationen und Aufnahmen mit dem Icelandic Symphony Orchestra und der schwedischen Norbotten Bigband reichen. Aus letzterer Kooperation ist unter anderem die CD „Dark Thoughts“ entstanden aus welcher ausgewählte Werke im Subway zu hören sein werden.
Flosason ist des weiteren Dirigent und treibende Kraft hinter der „Reykjavik Bigband“ und Gründungsmitglied des „Icelandic Saxophone Quartet“. Er ist bisher in allen skandinavischen Ländern, den USA, Kanada, Japan, China, Thailand und verschiedenen europäischen Ländern aufgetreten.
Des weiteren hat Flosason einen großen Einfluss auf die Jazz-Ausbildung in Island. Seit 1989 ist er Leiter der „F.I.H School of Music“ und damit für das wichtigste Jazz-Programm Islands verantwortlich. Außerdem engagiert er sich in besonderem Maße für die Musik Szene des Landes, nicht nur durch die Organisation diverser Konzertreihen und Festivals sonder auch als Mitglied der isländischen Urheber-rechts-Gesellschaft STEF.
Flosason hat den 1. Preis des amerikanischen „Hoagy Carmichael Composition Contest“ gewonnen und war 1990 Finalist des „European Jazz Contest“. Er war nominiert für den „Nordic Council’s Music Prize“ 2000 und 2003 und ist fünffacher Gewinner der „Icelandic Music Awards“.
Weitere Informationen auf:
www.subwayjazzorchestra.com
www.sigurdurflosason.com
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