Anmeldung erforderlich über - Tickets/Info - Betreff: Open Air 2020 #07
Am Anfang war die Geige. Vier Saiten, Bogen, Holz. Vom Zupfen und dem Auf und Ab, dem Klingend-Krächzen, auch Gesanglichkeit erzwingen, dann umswingen.
Die rhythmisch-triebhafte Holzigkeit von Trommeln, Klavier, Bass und Geige; die Verbundenheit verknoteter Klangräume schafft Einigkeit und Fremde. Meine Fremde ist gleich meiner Nähe. Entwurzelt der folkloren SlowakHeimat und der nahen Alpenrepublik, gebe ich mich der Illusion hin, in Improvisation/Komposition Brücken und ...
Anmeldung erforderlich über - Tickets/Info - Betreff: Open Air 2020 #07
Am Anfang war die Geige. Vier Saiten, Bogen, Holz. Vom Zupfen und dem Auf und Ab, dem Klingend-Krächzen, auch Gesanglichkeit erzwingen, dann umswingen.
Die rhythmisch-triebhafte Holzigkeit von Trommeln, Klavier, Bass und Geige; die Verbundenheit verknoteter Klangräume schafft Einigkeit und Fremde. Meine Fremde ist gleich meiner Nähe. Entwurzelt der folkloren SlowakHeimat und der nahen Alpenrepublik, gebe ich mich der Illusion hin, in Improvisation/Komposition Brücken und Gerüste zu schaffen, welche mir Boden und Richtung sind.
„Bäng — Bäng — Zsch…“ ist ausgeträumt und darf nicht mit. Über die heutige Besetzung freute ich mich schon im Gestern. Muskelspiele auf den Fellen – pulsierend und stockend verblendet in harmonischen Nischen aus schwarzem Flügelschlag auf wolkentiefer Vibration. Im Rheinland nieselt’s.
In Zuzana Leharovás Musik steht die Violine im Zentrum des Geschehens. Mal melancholisch und verträumt, mal nervös, beißend und ekstatisch. Eine ungewohnte Spielweise, in ihrer Phrasierung manchmal einem Bläser ähnlich, die auch klare vibratolose Töne zulässt. Wandlungsfähig, experimentell, reich an Farben, filigran, dann wieder ein Spiel mit vollem erdigem Klang, aber auch rhythmisch perkussiv und explosiv. Dabei bewegen sich Zuzana Leharovás Kompositionen zwischen modernem kammermusikalischem Jazz, mit verfremdeten Elementen der slowakischen Folklore, die sich mit komplexen minimalistischen Strukturen und der Kraft pulsierender Rhythmen vereinen.
Ihr Debütalbum – Knochenmann – wird November 2020 bei Jazzthing Next Generation / Doublemoon Records, erscheinen.
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