Marcos Morau und Goyo Montero: In dieser Premiere des Staatsballetts Hannover treffen zwei Künstler mit starken Handschriften aufeinander.
Ob mit seinem eigenen, in Barcelona beheimateten Ensemble La Veronal oder mit einer der zahlreichen internationalen Compagnien, die seine Arbeiten zeigen – Marcos Morau steht für einen unverwechselbaren Stil zwischen Tanz, Theater und Bildkunst. Zu seinen Schlüsselwerken zählt Tundra, 2017 für die National Dance Company of Wales entstanden. Der Titel verweist auf die arktischen Steppenregionen, die zu den fragilsten ...
Marcos Morau und Goyo Montero: In dieser Premiere des Staatsballetts Hannover treffen zwei Künstler mit starken Handschriften aufeinander.
Ob mit seinem eigenen, in Barcelona beheimateten Ensemble La Veronal oder mit einer der zahlreichen internationalen Compagnien, die seine Arbeiten zeigen – Marcos Morau steht für einen unverwechselbaren Stil zwischen Tanz, Theater und Bildkunst. Zu seinen Schlüsselwerken zählt Tundra, 2017 für die National Dance Company of Wales entstanden. Der Titel verweist auf die arktischen Steppenregionen, die zu den fragilsten und zugleich für das Klima äußerst relevanten Ökosystemen der Welt zählen. Ein Amalgam archaischer Materialien – Gesten, Folklore, alte Musik sowie heidnische und sakrale Rituale – unterzieht Morau einem radikal zeitgenössischen Blick und konfrontiert uns „mit der offenen Frage, wie das Leben weitergeht, wenn eine Gemeinschaft keine Zuflucht mehr bietet, sondern zu einer Maschinerie der Kontrolle wird“. Für die Premiere des Staatsballetts Hannover arbeitet er mit einem neu zusammengestellten Team aus Designern und choreografischen Assistentinnen zusammen – auf der Suche „nach einer Resonanz“ seines vor zehn Jahren entstandenen Werks im aktuellen, „von politischen Spannungen, Identitätsdebatten und kritischen Neubewertungen der Geschichte geprägten europäischen Kontext“, so Morau.
Eine neue Farbe im Spektrum seiner Arbeiten zeigt auch Ballettdirektor Goyo Montero mit seiner Uraufführung. Mit den Tänzer:innen des Staatsballetts und jenen Künstler:innen, die er bei den Premieren Goldberg und Schwanensee. Rotbarts Geschichte zu seinem Team zählte, begibt er sich auf eine kreative Reise mit derzeit noch offenem Ziel.
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