Der junge Posaunist, Förderpreisträger und Ensemblegründer Janning Trumann zeigt in seinem aktuellen Projekt eine völlig neue Seite seines künstlerischen Schaffens und verbindet in der Neukomposition „Wem Zeit wie Ewigkeit“ traditionelle sakrale Themen mit improvisierter Musik.
Inspiration ist ihm dabei das gleichnamige Gedicht von Ernst Barlach, das seinerseits Bezug auf einen Text des Mystikers Jakob Böhme aus dem frühen 17. Jahrhundert nimmt. In direkter Beziehung zum Text steht die Engelsskulptur „Der Schwebende“ in der Antoniterkirche ...
Der junge Posaunist, Förderpreisträger und Ensemblegründer Janning Trumann zeigt in seinem aktuellen Projekt eine völlig neue Seite seines künstlerischen Schaffens und verbindet in der Neukomposition „Wem Zeit wie Ewigkeit“ traditionelle sakrale Themen mit improvisierter Musik.
Inspiration ist ihm dabei das gleichnamige Gedicht von Ernst Barlach, das seinerseits Bezug auf einen Text des Mystikers Jakob Böhme aus dem frühen 17. Jahrhundert nimmt. In direkter Beziehung zum Text steht die Engelsskulptur „Der Schwebende“ in der Antoniterkirche in Köln, die auch der ideale Ort für die Kölner Aufführung des Stückes ist.
Ursprünglich zum Gedenken an die Opfer des Ersten Weltkriegs entstanden, wurde Barlachs Figur im Laufe des 20. Jahrhunderts zum umfassenden Friedensmal und symbolisiert die Erkenntnis des Künstlers, dass „Tiefe notwendig ist, um Höhe zu begreifen“.
Die Erstaufführung von „Wem Zeit wie Ewigkeit“ findet in der St. Georgs Kirche in Janning Trumanns Heimatort Barum staZ, ein Konzert in der Klosterkirche Loccum schließt sich an. Janning Trumann begreift das mystsch-religiöse Gedankengut als einen Akt der Reduzierung und Fokussierung und hat eine tiefgründige, hochmoderne Kompositon m Anklängen an sakrale Musik geschaffen. Dabei wandert er zwischen Jazz und improvisierter Musik und verleiht dem Klangraum Kirche einen besonderen Reiz. Im Fokus steht die Orgel, Kontrabass und Vibrafon liefern perkussive Elemente und ein Bläserquintett sorgt für chorische Klangwirkung. Eine Lichtkünstlerin verstärkt den Gesamteindruck des Werkes durch Reduzierung des Lichts und Improvisation mit speziellen Effekten.
Dass Jazz auch eine mystische Komponente haben kann, zeigt das Projekt „Wem Zeit wie Ewigkeit“ in einer kongenialen Verknüpfung von traditionellen Kompositonstechniken mit
Elementen aktueller Improvisation. Janning Trumann hat für die Aufführungen i Deutschland sieben Gastmusiker aus New York, Berlin, Köln und Lüneburg eingeladen, mit denen er seit vielen Jahren erfolgreich zusammen arbeitet. Die Komposition wurde möglich durch ein Stipendium des Ministeriums für Kunst und Wissenschaft Niedersachsen.
„Wem Zeit wie Ewigkeit und Ewigkeit wie Zeit, der ist befreit von allem Leid“ - Jakob Böhme (1575-1624)
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