"Ein Abend über toxische Männlichkeit und Geschlechtergerechtigkeit, über Macht und Sichtbarkeit. Das ist clever gemacht. Matthias Flake und Clara Schwinning spielen umwerfend komisch mit Rollenbildern und Popmusik-Stereotypen. Und weil sie darüber hinaus grandios Musik machen, findet der Jubel nach gut einer Stunde kaum ein Ende. Originelles Format.“ (Donaukurier)
Matthias Flake ist der Pianoman. Er lässt 50 Jahre Popmusikgeschiche Revue passieren: Stones, Kraftwerk, Bowie, Grönemeyer, Billy Joel… cause we‘re all in the mood for a melody, and ...
"Ein Abend über toxische Männlichkeit und Geschlechtergerechtigkeit, über Macht und Sichtbarkeit. Das ist clever gemacht. Matthias Flake und Clara Schwinning spielen umwerfend komisch mit Rollenbildern und Popmusik-Stereotypen. Und weil sie darüber hinaus grandios Musik machen, findet der Jubel nach gut einer Stunde kaum ein Ende. Originelles Format.“ (Donaukurier)
Matthias Flake ist der Pianoman. Er lässt 50 Jahre Popmusikgeschiche Revue passieren: Stones, Kraftwerk, Bowie, Grönemeyer, Billy Joel… cause we‘re all in the mood for a melody, and you got us feeling alright… Plötzlich taucht ein Fremder auf. Oder eine Fremde? Clara Schwinning spielt eine androgyne Science-Fiction-Figur: The man who fell to Earth. Als solche beginnt sie, sich das Songrepertoire des Pianoman anzueignen und es zu transformieren. Mit unerhörten musikalischen Fähigkeiten, mit Verstand, Witz und Eleganz. Männersongs, gesungen von einer Frau. Sie dringt ein in den musikalischen Kosmos des Pianoman, seine Gefühlswelt, seinen Schmerz, seine Sehnsüchte und Traurigkeiten, sie beobachtet ihn, analysiert ihn und erfindet seine Lieder neu: Sex Bomb, Eye of the Tiger, Flugzeuge im Bauch - schöner, klüger, besser. Zugleich spürt sie in unverschämt gekonnten Parodien den Abgründen und sexistischen Neurosen einer musikalischen Männerwelt nach: China Girl, Are You Lonesome Tonight, Ti Amo... Sie reflekiert, singt, philosophiert und performt. Ein Pop-Klassiker jagt den nächsten. Der Pianoman ist vorerst zum Schweigen gebracht. No singing! Just play the piano! Es entwickelt sich ein musikalischer Schlagabtausch, in welchem das androgyne Wesen aus der Zukunft letztendlich die Oberhand behält: Gender is a fluid concept! Play with it! Embrace the unknown! Im Verlauf des Abends wird klar: The man who fell to Earth ist ein Kunstwerk, eine Utopie. Er - oder sie - verkörpert all das, was der Pianoman vielleicht gerne wäre. Mann und Frau zugleich, erscheint sie - oder er - als musikalischer Vorbote einer Welt, in der Rollenzuschreibungen und Geschlechtsidentifikation nicht mehr wichtig sind.
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