Vier Personen sind über die Bühne verteilt. Vorn sitzt eine Person auf einem Stuhl. Neben ihr steht eine andere Person und deutet auf sie. Im Hintergrund sind mehrere Stühle. |
Vor einem riesigen auf die Rückwand der Bühne projezierten Bild vom Mond sind Schattenrisse von Personen erkennbar. |
Ein Schauspieler steht vorn auf der Bühne. Er ist schwarz gekleidet. Neben ihm stehen bunte Bauklötze auf dem Boden. Im Hintergrund ist ein Musiker. |
Auf der Bühne sind fünf Personen verteilt. Zwei sind weit hinten, zwei stehen vorn. Vor ihnen steht Kinderspielzeug. |
Zwei Schauspieler stehen eng beieinander. Einer trägt ein helles Kleid. Er hält Blumen in der Hand. Im Hintergrund stehen viele Stühle. Auf einem sitzt eine Person. |
In der Mitte der Bühne steht eine Person mit einem langen schwarzen Kleid. Links neben ihr stehen zwei weitere Personen. Rechts von ihr steht in einigem Abstand eine ganze Gruppe. |
Ein Schauspieler hält einen anderen Schauspieler auf dem Arm. Hinter ihnen stehen zwei aufeinandergestellte Tische. Auf ihnen liegen rote Papierschnüre. |
Vorn stehen sich zwei Schauspieler gegenüber. Im Hintergrund tragen andere Stühle. Einer hat eine Krone auf dem Kopf. |
Zwei Schauspieler ringen miteinander. Sie halten sich fest umschlungen. |
Zwei Schauspieler sitzen auf dem Boden. Neben ihnen hockt ein dritter Schauspieler. Alle sind dunkel gekleidet. |
Ein Schauspieler in einem langen Mantel stützt sich auf einen Stab. Hinter ihm steht ein anderer Schauspieler. Er hat den Kopf gesenkt. |
von William Shakespeare
Deutsch von Jürgen Gosch und Angela Schanelec
„Take your time, think a lot, think of everything you’ve got.“ (Cat Stevens) — Ein Prinz ohne Krone, ein Däne ohne Mark. Sein Vater, der König, ist gestorben, und Hamlet ist untröstlich. „Such nicht beständig mit gesenkten Lidern nach deinem Vater im Staub“, sagt seine Mutter. „Du weißt, es ist gemein: Was lebt, muss sterben.“ Doch Hamlet kann und will nicht akzeptieren, dass alle einfach weitermachen. Auch, weil er glaubt zu wissen, wer die Schuld an seines Vaters Tod trägt. Seine Trauer vertieft sich zur existenziellen Krise. In einer „aus den ...
„Take your time, think a lot, think of everything you’ve got.“ (Cat Stevens) — Ein Prinz ohne Krone, ein Däne ohne Mark. Sein Vater, der König, ist gestorben, und Hamlet ist untröstlich. „Such nicht beständig mit gesenkten Lidern nach deinem Vater im Staub“, sagt seine Mutter. „Du weißt, es ist gemein: Was lebt, muss sterben.“ Doch Hamlet kann und will nicht akzeptieren, dass alle einfach weitermachen. Auch, weil er glaubt zu wissen, wer die Schuld an seines Vaters Tod trägt. Seine Trauer vertieft sich zur existenziellen Krise. In einer „aus den Fugen“ geratenen Ordnung treffen Claudius’ Machtstreben und Hamlets Zweifel aufeinander. Hamlet sucht nach Wahrheit, ringt mit sich selbst und misstraut den eigenen Wahrnehmungen. Er zögert und zaudert, will Gewissheit, wo es keine gibt, will nicht auch zum Mörder werden. Und doch nimmt das Rachedrama seinen Lauf. Mit einer rein männlichen Besetzung fragen wir uns: Was erzählt uns William Shakespeare über Orte für Trauer und Emotion? Zweifel und die Suche nach Sinn? Wie gehen wir mit der Gewissheit um, dass sterben muss, was lebt? Gut, dass zuvor eine Theatertruppe auftritt und uns all das vorspielt.
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