Wie wäre es, wenn es keine Ungerechtigkeiten mehr gäbe auf der Welt? Wenn wir die Machtstrukturen, durch die Menschen unterdrückt werden, überwunden hätten? Wenn niemand mehr die Erde zerstören und endlich Frieden herrschen würde? Und alle so leben und lieben könnten, wie sie wollen?
Das Märchen von König Hamed und Prinzessin Sherifa erzählt von einer anderen Zeit. Damals wurden Männer und Frauen meist in Schubladen gesteckt, in denen sie dann bitteschön auch bleiben sollten. Die meisten Menschen dachten, alle Frauen liebten Rosa und weiche Stoffe ...
Wie wäre es, wenn es keine Ungerechtigkeiten mehr gäbe auf der Welt? Wenn wir die Machtstrukturen, durch die Menschen unterdrückt werden, überwunden hätten? Wenn niemand mehr die Erde zerstören und endlich Frieden herrschen würde? Und alle so leben und lieben könnten, wie sie wollen?
Das Märchen von König Hamed und Prinzessin Sherifa erzählt von einer anderen Zeit. Damals wurden Männer und Frauen meist in Schubladen gesteckt, in denen sie dann bitteschön auch bleiben sollten. Die meisten Menschen dachten, alle Frauen liebten Rosa und weiche Stoffe und tratschten den ganzen Tag, und Männer mochten Krieg und scharfe Gewürze und würden sich nie waschen. Erst als Prinzessin Sherifa sich als Mann verkleidete und König Hamed besuchte, der aus Wut alle Frauen aus seinem Reich verbannt hatte, gerieten diese Gewissheiten plötzlich durcheinander. König Hamed begann sich zu wundern: Sind wirklich nur Männer stark und lieben Fußball? Könnten Mut und Ehre vielleicht auch Frauensache sein? Haben vielleicht auch Männer weiche Haut und sanfte Lippen? Und lässt sich die Liebe wirklich in Schubladen stecken? Gibt es vielleicht noch weitere Geschlechter? Warum müssen wir alles in zwei Kategorien verpacken, und wer hat das eigentlich entschieden? Ausnahmekünstler*in Heinrich Horwitz erzählt die Familienoper Hamed & Sherifa des libanesischen Komponisten Zad Moultaka als Rückblick aus einer utopischen Zukunft – also aus einer Zeit, in der alle Lebens- und Liebesformen möglich und akzeptiert sind. Eine Zeit auch, in der alle Grenzen überwunden sind, auch die zwischen Zuschauerraum und Bühne, so dass am Schluss der Aufführung alle großen und kleinen Zuschauer*innen Teil einer einzigen bunten Gemeinschaft werden.
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