Das Programm „Radical Acceptance“ ist eine Reise in den kreativen Kosmos von Joy Guidry, 1995 in Houston, Texas, geboren. Dieses mehrteilige Stück ist in gewisser Weise eine ästhetische Studie über Selbst- und Fremdwahrnehmung – und wie es sich anfühlt, all diese Eindrücke der Welt in einem selbst und außerhalb akzeptieren zu wollen und zu müssen. Studiert hat Guidry Fagott, doch sie* ist weit mehr als nur eine virtuose Instrumentalistin. Für sie ist Komponieren immer auch geronnene Improvisation und Improvisieren wiederum verflüssigte ...
Das Programm „Radical Acceptance“ ist eine Reise in den kreativen Kosmos von Joy Guidry, 1995 in Houston, Texas, geboren. Dieses mehrteilige Stück ist in gewisser Weise eine ästhetische Studie über Selbst- und Fremdwahrnehmung – und wie es sich anfühlt, all diese Eindrücke der Welt in einem selbst und außerhalb akzeptieren zu wollen und zu müssen. Studiert hat Guidry Fagott, doch sie* ist weit mehr als nur eine virtuose Instrumentalistin. Für sie ist Komponieren immer auch geronnene Improvisation und Improvisieren wiederum verflüssigte Komposition. Zugleich ist „Radical Acceptance“ die Offenlegung vielfältiger Verletzungen und Bedrohungen für sie* als Schwarze, nicht-binäre Trans-Person, die sich mit diesem Stück der Öffentlichkeit mitteilen will – und zwar mit einer heterogenen Uneindeutigkeit, wie es nur Musik in der Lage ist offenzulegen. In den Parts vermischen sich Komposition und Improvisation, das Analoge und Digitale heben die fixen Zuordnungen von Gattungen und Genres auf, um dem Publikum ebenso wie Guidrys Instrumentalist/-innen eine ästhetische Verortung innerhalb der Musik unmöglich zu machen. „,Radical Acceptance‘ ist auch eine persönliche Praxis“, so Guidry. „Das bedeutet nicht, dass es für mich keine harten Zeiten mehr gibt. Aber Zeiten der Wärme und des Komforts sind heutzutage viel präsenter. Zu lernen, mein ganzes Selbst bedingungslos zu lieben, wird eine lebenslange Reise sein. Gleichzeitig bin ich einfach so glücklich, dort zu sein, wo ich heute bin. Das heißt für mich radikale Akzeptanz.“
Das vollständige Programm aller beteiligten Spielstätten findet sich auf der (link: jazzweek.de/programm/ text: Internetseite der Cologne Jazzweek).
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