Ein Fluch beherrscht die Menschen: Gier. Unserer Sucht nach Erdöl fällt alles zum Opfer. König Agamemnon und sein Heer ziehen auf der Suche nach immer weiteren Energiequellen kriegstreibend durch die Welt und dringen auf der Suche nach Öl immer tiefer in den Leib von Gaia, der lebenspendenden Erdgöttin, ein. Mittlerweile brennen alle Gärten der Artemis. Die Tochter Iphigenie – eine Art Greta Thunberg der antiken Ägäis – ist von ihrem Vater in den Flammen seines Kriegsbrands geopfert worden und irrt seitdem als mahnender Schatten umher. Als Agamemnon ...
Ein Fluch beherrscht die Menschen: Gier. Unserer Sucht nach Erdöl fällt alles zum Opfer. König Agamemnon und sein Heer ziehen auf der Suche nach immer weiteren Energiequellen kriegstreibend durch die Welt und dringen auf der Suche nach Öl immer tiefer in den Leib von Gaia, der lebenspendenden Erdgöttin, ein. Mittlerweile brennen alle Gärten der Artemis. Die Tochter Iphigenie – eine Art Greta Thunberg der antiken Ägäis – ist von ihrem Vater in den Flammen seines Kriegsbrands geopfert worden und irrt seitdem als mahnender Schatten umher. Als Agamemnon ohne das Kind zurückkehrt, greift ihre Mutter Klytaimnästra zur Waffe. Auch Kassandra, die als seine Konkubine von ihm mitgeschleppt wurde, wird rächend hingerichtet. Sie hat zwar den großen Weltenbrand, der hier entfacht wurde, schon lange vorhergesehen. Doch wie immer hat niemand auf sie gehört – wer glaubt schon einer Frau? Nun ist es zu spät... Auch Elektra und Orest, die Vertreter der „letzten Generation“ in diesem Drama, erkennen, dass Mutter Klytaimnästra samt Lover keinen Deut besser ist als der Vater – denn Energie brauchen sie alle für ihre Macht. Die Rachegöttinnen stehen schon bereit. Blut fließt wie Öl. Gibt es noch ein Entrinnen aus diesem Fluch? Was könnte dicker sein als Blut und Öl und uns erlösen aus der ewigen Kreislaufwirtschaft der Gewalt?
Der bekannte Dramatiker Thomas Köck nimmt sich in seiner Überschreibung Circus Oresteia der antiken Tragödientrilogie der Orestie an und fragt darin ganz unverhohlen nach unser aller Schuld. Philipp Preuss inszeniert diesen altbekannten und dennoch neuen Mythos vom „Verschwendungszusammenhang“ auf der Open Air Bühne im Raffelbergpark.
Im Anschluss an die Vorstellung am 03. Juli, laden wir Sie herzlich zur Premierenparty mit DJ Moritz Ridder ein.
Diese Veranstaltung gehört zum Hauptprogramm.
Mit einem Ticket für das Hauptprogramm können Sie das Rahmenprogramm an diesem Tag kostenfrei genießen!
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