Ein Dorf nach einem Feuer: Fünf Menschen suchen nach Überresten, Erinnerungen, nach Halt, Wahrheit und einer Sprache für das, was gerade mit ihnen geschieht — und fragen sich, was von uns bleibt, wenn plötzlich alles anders ist. Doch je tiefer sie graben, desto größer werden die Fragen: Was ist hier eigentlich passiert? Wer erzählt uns die Welt? Und was trägt noch, wenn Gewissheiten ins Rutschen geraten? Yael Ronens neues Stück nimmt einen alles verändernden Moment zum Ausgangspunkt und macht daraus einen klugen und abgründig komischen ...
Worum es geht
Ein Dorf nach einem Feuer: Fünf Menschen suchen nach Überresten, Erinnerungen, nach Halt, Wahrheit und einer Sprache für das, was gerade mit ihnen geschieht — und fragen sich, was von uns bleibt, wenn plötzlich alles anders ist. Doch je tiefer sie graben, desto größer werden die Fragen: Was ist hier eigentlich passiert? Wer erzählt uns die Welt? Und was trägt noch, wenn Gewissheiten ins Rutschen geraten? Yael Ronens neues Stück nimmt einen alles verändernden Moment zum Ausgangspunkt und macht daraus einen klugen und abgründig komischen Theaterabend über Verlust, Verschwörung, Wut, Liebe und die Möglichkeit, neu anzufangen.
„Burn, Baby, Burn!“ schlägt einen lustvollen Bogen von einem fiktiven Comic über Feuergöttinnen bis in die Antike, ins alte Rom und zu Kaiser Nero, dem vielleicht berühmtesten Brandstifter der Geschichte. Die antiken Bilder werden zum funkelnden Spiegel der Gegenwart: für Krisen, Machtinszenierungen und die uralte Faszination des Menschen für Feuer, Untergang und Erneuerung. Mit scharfem Witz, großer Spielfreude und live performten Songs — inspiriert von PJ Harvey bis The Tiger Lillies — entsteht ein vielstimmiger Theaterabend zwischen Mythos und Gegenwart, zwischen bitterer Komik und zarter Melancholie. Ein Abend über das, was brennt — und darüber, was daraus entstehen kann.
Über Yael Ronen
Yael Ronen, in Jerusalem geboren, ist eine der erfolgreichsten und prägendsten Regisseurinnen und Theaterautorinnen ihrer Generation. Wie kaum jemand sonst versteht sie es, mit den Mitteln der Komödie die Krisen unserer Gegenwart zu beschreiben und mit humorvoller Direktheit Komplexitäten begreifbar zu machen. Der internationale Durchbruch gelang Yael Ronen 2009 mit der Produktion „Dritte Generation“, in der deutsche, israelische und palästinensische Schauspieler*innen den historischen Verwebungen ihrer Biografien auf den Grund gingen. Sie wurde mit ihren Arbeiten bisher vier Mal zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Des Weiteren ist sie zweifache Nestroy-Preisträgerin und wurde mit dem Europe Prize for Theatrical Realities ausgezeichnet, sowie mit dem BZ Kulturpreis und kürzlich mit dem Peter-Weiss-Preis. In der Spielzeit 25/26 inszeniert Yael Ronen zum ersten Mal am Schauspiel Hannover.
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