Ebo, ein junger Afrikaner von der Elfenbeinküste, packt seinen Koffer. Als "business man" macht er in der kleinen Stadt, in der er lebt, gerade genug Geld zum Überleben. Dieses Leben hat er satt! Wer reich werden will, muss nach Europa, davon ist er überzeugt. Aus Angst vor der Reise hat er lange gezögert, und dann kam Corona. Er nutzte die Zeit, um etwas Deutsch zu lernen. Schon fühlt er sich wie ein Deutscher, nichts kann ihn jetzt stoppen.
Anna, eine junge Hamburgerin, packt auch ihren Koffer. Sie ist Schauspielerin. Während der Corona-Zeit ...
Ebo, ein junger Afrikaner von der Elfenbeinküste, packt seinen Koffer. Als "business man" macht er in der kleinen Stadt, in der er lebt, gerade genug Geld zum Überleben. Dieses Leben hat er satt! Wer reich werden will, muss nach Europa, davon ist er überzeugt. Aus Angst vor der Reise hat er lange gezögert, und dann kam Corona. Er nutzte die Zeit, um etwas Deutsch zu lernen. Schon fühlt er sich wie ein Deutscher, nichts kann ihn jetzt stoppen.
Anna, eine junge Hamburgerin, packt auch ihren Koffer. Sie ist Schauspielerin. Während der Corona-Zeit träumte sie mehrmals, dass sie auf einer Bühne stand und dass die Zuschauer sie nicht hören konnten. Sie redete immer lauter, sie schrie aber niemand schien etwas zu hören. Sie wachte jedesmal schweißgebadet auf. Und dann hatte sie einen anderen Traum. Sie war in Afrika auf der Straße, spielte und die Menschen hörten ihr zu. Sie hörten zu, wie ihr niemals jemand zugehört hatte. Dieser Traum ließ ihr keine Ruhe. Jetzt will sie ihn realisieren.
"Bon voyage" ist ein Stück über den Traum von einer anderen Welt in einer Zeit, in der es für Utopien keinen Platz zu geben scheint. Angst ist ja überall. Und für das, was im Rest der Welt passiert, interessiert sich kaum jemand, man hat selbst Sorgen genug. Oder ist es nicht so?
Es kommen auch drei alte Damen ins Spiel, drei Freundinnen, von denen eine Annas Großmutter ist. Es entbrennt zwischen den dreien eine Diskussion über Afrika, die auf komödiantische Weise Erstaunliches zu Tage bringt.
Begleitet durch die Musik einer Kora, einer westafrikanischen Stegharfe wird die Geschichte auch von einer alten Frau, die leere Flaschen sammelt, kommentiert, von der unklar ist, ob sie real oder eine Erscheinung des alten Sehers Teiresias aus der Antike ist.
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