Aufgrund der aktuellen Situation muss das Konzert leider ausfallen. Wir möchten alle Paul Heller Abo KäuferInnen bitten, sich an das Konzertbüro zu wenden: konzertbuero@stadtgarten.de / 0221-952994-11
Alle EinzelticketkäuferInnen bekommen die Ticketkosten erstattet.
Was ist nicht alles geschrieben und gemutmaßt worden – über das vermeintlich gespannte Verhältnis zwischen Instrumentalisten und Vokalisten, zwischen „Musikerinnen“ und „Musikern“ auf der eine Seite und Sängerinnen und Sängern auf der anderen. Unbestritten: Vorurteile hat ...
Aufgrund der aktuellen Situation muss das Konzert leider ausfallen. Wir möchten alle Paul Heller Abo KäuferInnen bitten, sich an das Konzertbüro zu wenden: konzertbuero@stadtgarten.de / 0221-952994-11
Alle EinzelticketkäuferInnen bekommen die Ticketkosten erstattet.
Was ist nicht alles geschrieben und gemutmaßt worden – über das vermeintlich gespannte Verhältnis zwischen Instrumentalisten und Vokalisten, zwischen „Musikerinnen“ und „Musikern“ auf der eine Seite und Sängerinnen und Sängern auf der anderen. Unbestritten: Vorurteile hat es immer gegeben und sie wurden lange gepflegt. Und nicht nur im Jazz. Daran hat auch die gar nicht so kleine Fraktion der Doppelbegabungen kaum etwas ändern können, von Protagonisten, die Kehlkopf und Hände gleichermaßen nutzen. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass einige Vokalisten ihre Stimme instrumental einsetzen und sie selbstverständlich als „Instrument“ verstehen und Instrumentalisten wiederum bestrebt sind, ihrem Ton und Spiel eine vokale Qualität zu verleihen. Längst vorbei sind jene Tage und Jahre, da Sängerinnen bei Big-Band-Konzerten nur eine kurze Gastrolle mit zwei, drei Songs zugewiesen bekamen, als schmückendes, singendes und swingendes „Beiwerk“. Auch Situationen, in denen sich die Instrumentalisten in größter Zurückhaltung üben und mehr oder weniger schmollend in die Rolle des reinen Begleiters schöner Stimmen fügen, sind zwar nicht passé, aber nur noch ein Teil jazzmusikalischen Alltags.
Zeit für ein Vocal Summit, das mit althergebrachten Klischees und Stereotypen aufräumt. Paul Heller (der – die Randnotiz sei an dieser Stelle erlaubt – mit einer Sängerin verheiratet ist) hat für Next Level Jazz vier exzellente Vokalisten eingeladen – um eine mögliche Gender-Diskussion gleich ad acta zu legen: zwei Frauen und zwei Männer. Die Amerikanerin Judy Niemack, die all ihre Erfahrungen und Kenntnisse weitergibt und heute in Berlin als erste Jazz-Professorin in Deutschland Gesang unterrichtet. Die Holländerin Fay Claassen, eine von Europas überzeugendsten Vertreterinnen amerikanischer Vokalkunst, international gefragt für Workshops und Masterclasses. Und zwei von Deutschlands besten Vertretern des Fachs: Norbert Gottschalk, Lehrkraft an mehreren Musikhochschulen, Sänger u n d Gitarrist/Trompeter, sowie Jeff Cascaro, Professor in Weimar, Sänger u n d Trompeter, der sein Credo so auf den Punkt bringt: „Ich habe nie unterschieden in Jazz, Soul oder Blues, ich bin Musiker. Punkt.“ Für alle Vier gilt: Sie sind SängerInnen u n d MusikerInnen. Punkt.
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