Gerade in einer Zeitenwende freut man sich, dass es endlich eine Band gibt, die alle Wunden unserer Zeit heilen kann: AAAPUZ (Antwort Auf Alle Probleme Unserer Zeit) deckt mit gradlinigen Grooves auf, was bisher von den Mainstream-Jazzer:innen und -medien verschleiert wurde, bietet polyrhythmische Konzepte, wo unser Kanzler monoton schweigt, stiftet Harmonie, wo Hass regiert, besteigt mit Pioniertonleitern den Gipfel, den andere nicht zu nehmen wissen, und spannt mit mutigen Intervallen Brücken über tiefe Gräben. Sie schrecken vor unbequemen ...
Gerade in einer Zeitenwende freut man sich, dass es endlich eine Band gibt, die alle Wunden unserer Zeit heilen kann: AAAPUZ (Antwort Auf Alle Probleme Unserer Zeit) deckt mit gradlinigen Grooves auf, was bisher von den Mainstream-Jazzer:innen und -medien verschleiert wurde, bietet polyrhythmische Konzepte, wo unser Kanzler monoton schweigt, stiftet Harmonie, wo Hass regiert, besteigt mit Pioniertonleitern den Gipfel, den andere nicht zu nehmen wissen, und spannt mit mutigen Intervallen Brücken über tiefe Gräben. Sie schrecken vor unbequemen Taktarten nicht zurück, und verzerren Muskeln und Töne, damit die Wahrheit unverfälscht ans Licht kommt.
Andere kratzen an der Oberfläche, Aaapuz kratzen am Posaunentrichter des Lichts, um die Welt zu verbessern und aus allen Konzertbesucher:innen glückliche, strahlende Menschen zu machen. Alle harmonischen, tontechnischen und satztechnischen Gesetze werden außer Kraft gesetzt und die Fantasie in Betrieb genommen. Die Musik riecht nach den Allgäuer Alpen und Berlin Kreuzberg und einer Freisinger Kneipe. Es sind drei bayrische Punks, die verstehen, was Jazzfans wirklich wollen.
Den zweiten Teil des Abends bestreitet das Ingen Navn Trio aus Köln, deren Musik sich durch den Kontrast zwischen fragil-verträumten Melodien und energiegeladenen lärmenden Rhythmen auszeichnet. Stilistisch bewegt sich die Band in der experimentellen improvisierten Musik und webt meditative, tiefgründige und fließende Improvisationen in die Kompositionen der holländischen Saxophonistin Inga Rothammel ein. Natur- und Umgebungsgeräusche dienen als Inspirationsquelle und werden organisch als Klanglandschaften innerhalb der improvisierten Kompositionen einbezogen.
„Die Originalkompositionen von Rothammel sind energisch und dynamisch und bewegen sich mit spielerischer Leichtigkeit durch Stilrichtungen, von verträumt und minimalistisch bis hin zu frei und wild und zurück.“ (Emil Roes, Take Note Festival Brebl)
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