Die thematische Behandlung von unschuldigem Leiden, Trauer und dem Bedürfnis nach Trost bildet die Klammer, die beide Werke, Robert Schumanns Requiem für Mignon und Michael Tippetts A Child Of Our Time, miteinander verbindet. A Child Of Our Time stellt in gewisser Weise die Weiterführung des von Schumann gedachten humanen Requiems dar. Hier steht der Schmerz der Hinterbliebenen im Mittelpunkt.
„A Child Of Our Time“ stellt das Hauptwerk dieses Konzertes dar, welches unter der Überschrift A Requiem of Our Time steht.
In einer Zeit globaler Unsicherheit ...
Die thematische Behandlung von unschuldigem Leiden, Trauer und dem Bedürfnis nach Trost bildet die Klammer, die beide Werke, Robert Schumanns Requiem für Mignon und Michael Tippetts A Child Of Our Time, miteinander verbindet. A Child Of Our Time stellt in gewisser Weise die Weiterführung des von Schumann gedachten humanen Requiems dar. Hier steht der Schmerz der Hinterbliebenen im Mittelpunkt.
„A Child Of Our Time“ stellt das Hauptwerk dieses Konzertes dar, welches unter der Überschrift A Requiem of Our Time steht.
In einer Zeit globaler Unsicherheit und gesellschaftlicher Spannungen bringen zwei Kölner Ensembles eines der bedeutendsten Friedenswerke des 20. Jahrhunderts auf die Bühne. Die Kooperation des Rodenkirchener KammerChores und Orchester e. V. unter der Leitung von Anna Goeke-Paganetti und des Philharmonischen Chores Köln e. V. unter der Leitung von Nico Köhs ermöglicht es, die stimmgewaltige Architektur von Tippetts Oratorium in ihrer vollen Pracht und emotionalen Tiefe abzubilden.
Tippetts „A Child Of Our Time“ entstand in den Jahren 1939 bis 1941 als Reaktion auf den Fall des 17jährigen jüdischen Jungen Herschel Grynszpan, der 1938 in Paris ein Attentat auf den deutschen Nationalsozialisten Ernst vom Rath verübte. Dieses Attentat diente den Nationalsozialisten als willkommener Vorwand, ganz Deutschland mit einer Welle antisemitischer Gewalt zu überziehen, welche heute als Reichspogromnacht bekannt ist. Dieses Werk gilt inzwischen als eines der bedeutendsten Antikriegswerke des 20. Jahrhunderts. Seine Botschaft, nämlich die Stigmatisierung von Minderheiten in Krisenzeiten durch die Gesellschaft gilt heute ebenso wie damals, an der „Sündenbockpolitik“ hat sich also nichts geändert. Wir finden nirgends Zuflucht, diese Zeile beschreibt die Misere, in der sich alle Menschen befinden, die sich wegen menschengemachter Katastrophen auf der Flucht befinden – damals wie heute.
Ausführende:
Elena Harsányi, Sopran
Ruth Häde, Alt
Stefan Sbonnik, Tenor
Konstantin Paganetti, Bass
Onzemble Coeln
Neues Rheinisches Kammerorchester
Philharmonischer Chor Köln e.V.
Rodenkirchener KammerChor und Orchester e.V.
Go Yamamoto, Konzertmeister
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