Das Programm unseres vierten Kammerkonzertes, welches russische und ukrainische Komponisten beinhaltet, hat leider zu sehr viel Dissens geführt. Aufgrund von komplexen, emotional aufgeladenen politischen und gesellschaftlichen Diskussionen zur Thematik, ob russische und ukrainische Musik in der derzeitigen Situation zusammen aufgeführt werden dürfen, müssen wir unser Kammerkonzert leider verschieben.
In unserer Reihe, die sich diese Spielzeit Musik aus verschieden Regionen und Zeiten widmete ...
Liebes Theaterpublikum und Kammermusik-Liebende,
Das Programm unseres vierten Kammerkonzertes, welches russische und ukrainische Komponisten beinhaltet, hat leider zu sehr viel Dissens geführt. Aufgrund von komplexen, emotional aufgeladenen politischen und gesellschaftlichen Diskussionen zur Thematik, ob russische und ukrainische Musik in der derzeitigen Situation zusammen aufgeführt werden dürfen, müssen wir unser Kammerkonzert leider verschieben.
In unserer Reihe, die sich diese Spielzeit Musik aus verschieden Regionen und Zeiten widmete, war nun Osteuropa im 20. Jahrhundert an der Reihe. Viele der Komponisten, die wir für das Programm ausgewählt hatten, gelten als russische Komponisten, die in der heutigen Ukraine geboren wurden und zum Studieren in die musikalischen Zentren der damaligen Sowjetunion, Moskau oder St. Petersburg, gingen.
Ohne mit unmittelbaren Opfern des Krieges zu sprechen, waren wir uns einig, dass es ein schönes Zeichen sein könnte, Werke dieser Komponisten zu spielen. Wir sind traurig, wenn die von uns intendierte Geste von Solidarität anders aufgefasst und verstanden wird und möchten uns dafür entschuldigen und einen konstruktiven Kompromiss finden:
Um dem aktuellen Konflikt Raum zu geben wollen wir das Theater in seiner Bedeutung als demokratische Kulturinstitution nutzen, das Konzert neu denken und zusammen mit einer Podiumsdiskussion stattfinden lassen – geleitet und moderiert von einem Experten für Musik und Politik.
Diese Neuorganisation braucht einige Vorbereitungszeit und das Konzert wird deshalb auf So, 25. September 11:00 Uhr verschoben.
Wir laden sie herzlich ein, dabei zu sein und in diesem heiklen Thema nach künstlerischen Perspektiven zu suchen.
Ihre Musikerinnen und Musiker des Sinfonieorchester Aachen
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