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Bert Neumann

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wurde 1960 in Magdeburg geboren und wuchs in Ost-Berlin auf, wo er an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Bühnen- und Kostümbild studierte. Nach seinem Abschluss arbeite er als freier Künstler. 1990 gründete er zusammen mit u.a. Lenore Blievernicht das autonome Grafikbüro »LSD«.
Ende der 80er Jahre begann eine konstante Zusammenarbeit mit Frank Castorf, die sich bis heute fortsetzt. Seit 1992 gestaltet er a...
wurde 1960 in Magdeburg geboren und wuchs in Ost-Berlin auf, wo er an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Bühnen- und Kostümbild studierte. Nach seinem Abschluss arbeite er als freier Künstler. 1990 gründete er zusammen mit u.a. Lenore Blievernicht das autonome Grafikbüro »LSD«.
Ende der 80er Jahre begann eine konstante Zusammenarbeit mit Frank Castorf, die sich bis heute fortsetzt. Seit 1992 gestaltet er als Chefbühnenbildner die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin entscheidend. Mit Frank Castorf entstanden u.a. die viel beachteten Dostojewski-Inszenierungen wie »Dämonen« und »Idiot« oder »Der Meister und Margarita« nach Bulgakow. Bert Neumann schuf bahnbrechende Raumkonstruktionen für das Theater wie u.a. das »New Globe« im Prater, die »Neustadt« an der Volksbühne und geschlossene Bühnenräume für einen neuen Umgang mit Video auf dem Theater. Gemeinsam mit Hannah Hurtzig erfand er die mobile Theatereinheit »Die rollende Roadshow (RRS)«, die von 2000-2007 tourte und deren vier Wagen zuletzt 2011 in Tokyo gastierten. An der Volksbühne arbeitete er u.a. mit Regisseuren wie Peter Konwitschny, Leander Haußmann, Jossi Wieler und Johan Simons. Die Zusammenarbeit mit einigen Regisseuren setzte er auch außerhalb der Volksbühne fort, so arbeitet er z.B. regelmäßig mit Johann Simons und stattete u.a. dessen Inszenierungen von »Simon Boccanegra« an der Pariser Opéra Bastille und »Die Entführung aus dem Serail« in Amsterdam aus und arbeitet regelmäßig an den Münchner Kammerspielen. Für Leander Haußmanns Kinofilm »Sonnenallee« machte er die Ausstattung.
Bert Neumann wurde mehrfach ausgezeichnet, so ehrte ihn die Stadt Wien 1999 mit der Josef-Kainz-Medaille, 2000 erhielt er den Kritikerpreis der Berliner Zeitung und 2003 den Theaterpreis der Stiftung Preußische Seehandlung Berlin. Die Zeitschrift »Theater der Zeit« kürte ihn vier Mal, »Theater heute« drei Mal zum »Bühnen- und Kostümbildner des Jahres«.
Seit 2009 ist er Mitglied der Akademie der Künste Berlin.
Mit René Pollesch arbeitet Neumann seit langem eng zusammen, so gestaltete er den Prater der Volksbühne Berlin, den Pollesch von 2001-2007 künstlerisch leitete und entwarf Bühnen- und Kostümbilder für viele seiner Inszenierungen an der Volksbühne wie z.B. »Diktatorengattinnen«, »Schmeiß dein Ego weg« und zuletzt »Kill your Darlings«. Weiter schuf er Räume und teilweise Kostüme für Polleschs Arbeiten an verschiedenen Häusern wie u.a. den Münchner Kammerspielen, Schauspiel Frankfurt, Ringlokschuppen Mülheim an der Ruhr und Burgtheater Wien.
Am Schauspielhaus entwarf er zuletzt die Bühnebilder für »Mädchen in Uniform – Wege aus der Selbstverwirklichung« und »Die Kunst war viel populärer als ihr noch keine Künstler wart!«.
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