Kornél Mundruczó studierte an der Universität für Theater- und Filmkunst Budapest. Seit 2003 ist er mit seinen Filmen regelmäßiger Gast der Internationalen Filmfestspielen von Cannes. Seine filmische Opernadaption der Geschichte von Jeanne d’Arc, Johanna, lief 2005 in der Reihe «Un Certain Regard». Den Hauptpreis dieser Sektion gewann er 2014 mit dem Filmdrama Underdog. Sein englischsprachiges...
Kornél Mundruczó studierte an der Universität für Theater- und Filmkunst Budapest. Seit 2003 ist er mit seinen Filmen regelmäßiger Gast der Internationalen Filmfestspielen von Cannes. Seine filmische Opernadaption der Geschichte von Jeanne d’Arc, Johanna, lief 2005 in der Reihe «Un Certain Regard». Den Hauptpreis dieser Sektion gewann er 2014 mit dem Filmdrama Underdog. Sein englischsprachiges Debüt, Pieces of a Woman (2020) mit Vanessa Kirby, Shia Labeouf und Ellen Burstyn, feierte Premiere bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig und wurde zum Erfolg auf Netflix. Mit At the Sea war 2026 erstmals ein Film von ihm auf der Berlinale im Wettbewerb um den Goldenen Bären vertreten. Seit 2003 arbeitet Kornél Mundruczó auch für die Bühne. In Ungarn gründete er 2009 zusammen mit der Theaterproduzentin Dóra Büki die Theatergruppe «Proton Theater», deren Arbeiten weltweit auf Festivals eingeladen werden, unter anderem nach Avignon, Wien, Seoul und Singapur. 2017 wurde ihr Stück Imitation of Life für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert. Unter der Intendanz von Aviel Cahn inszenierte er für die Vlaamse Opera 2014 mit Herzog Blaubarts Burg/Winterreise erstmals ein Musiktheater. 2016 folgte Die Sache Makropulos, die für die International Opera Awards nominiert wurde. Zu seinen jüngsten Arbeiten zählen Lohengrin und Tosca an der Bayerischen Staatsoper sowie Tannhäuser an der Hamburgischen Staatsoper. Die von ihm inszenierte Oper Sleepless von Peter Eötvos wurde in der Kritikerumfrage des Fachmagazins Opernwelt zur Uraufführung des Jahres 2022 gekürt. Mit Rusalka kehrte er 2024 an die Berliner Staatsoper zurück. Nun gibt er an der Deutschen Oper Berlin sein Debüt als Regisseur von Otello.
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