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Industriekultur in NRW
Orte, Veranstaltungen, Links und jetzt neu: die Industriegeschichte der Regionen weiter
 
Filmliste
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66 Seasons
A
Adire - Indigo Textiles amongst the YorubaAids Aufklärungs Spot KurzfassungAKINI Trinidad Karneval Moko Jumbies Soca Calypso TobagoAlexander / AleksandrsAlte Reklame - Die schönsten Emailschilder und WerbefigurenAltenheimAmphitryon (Trailer)ANOTHER GLORIOUS DAY/ TrailerAntonia lässt sich Ohrlöcher schiessen (Antonia gets her ears pierced)ASIA MINOR OVER AGAINATEMZUGATHENEAuf der Suche nach noch nie gehörten Klängen
B
Bad Bill - The GatheringBahn unterm HammerBallspielBANQUET OF THE DEAD (The)Berlin Kulturforum Time Fades video installation by Philipp GeistBIRTHDAY PARTYBorn To FlyBucharest Fleeting Figures video installation by Philipp GeistBörsenbahn gestoppt?
C
CAPE TALENT / CAPE TALKChildren of Their Own Land / Savas zemes bērniCOOBER PEDY: WHITE MAN IN THE HOLEcube Pusher
D
D.S. Baldajev - Zeichner des GULagDas blaue Gold im Garten EdenDas kann's noch nicht gewesen sein...Das klingende Sonntagsrätsel - von Hans Rosenthal zu Christian BienertDas Tabu der FreiheitDas Vermächtnis des Jens KlipperDAVID GEGEN GOLIATHDavid Lynchs Dumbland / Does That Hurt You?Dein Kuss von göttlicher Natur - Vision eines FilmprojektesDer A-380Der Agrar RebellDER BOXPRINZDer eiserne BulldogDer Heinz vom FilmDER JUNGE DER VOM HIMMEL FIELDer Mesner und die DreigroschenoperDer StörenfriedDer Tod des Pero RadakovicDER TOD IST EIN WUNDERBARES ERLEBNISDeutscher VerkehrDie Auschwitz-Dialoge (Polen/Deutschland)DIE ENDLOSE QUELLE: SOLARENERGIEDie KandidatinDIE KARAWANE DER TUWINERDie Kinder des Cirque BouffonDie Kunst der FugeDie Kunst der Verführung - Das Akkordeon von Teodoro AnzellottiDie Leiden des jungen Werthers (Trailer)DIE NEUE POWER - Erneuerbare Energien in EuropaDie PARTEI mit Martin SonnebornDie PassionDIE STUNDENEICHEDIE WASSERMEISTERDie Zeit in meinen AugenDiktatoren in GundelfingenDomenicaDu bist mein Afrika
E
EARTHQUAKEEINE REISE NACH CUBAEINE TUWINISCHE REISEErna Weißenborn - Eine Frau schreibt ihren WegEu cand vreau sa fluier, fluiereXtaze - das eXperiment mit dem Glück
F
FIGHTING THE FIRESFilm About Films / Filma par filmāmFinn & TomFräulein Stinnes: Mit dem Auto um die Welt 1927-29Frank Ned & Busy LizzieFreiheit in die Welt
G
GALERAGEDANKEN WIE ZÜNDSTOFFGERMAN SOLDIERS IN ATHENS (8mm mute)Gewürzpredigt für Pfeffersäcke, Performance von Lili Fischer in St. Petri zu LübeckGIFTIG, ÄTZEND, EXPLOSIV!GOD IS NO SOPRANOGREEN LINESGrüne Türen in HetzeldorfGünter Wallraff - Ganz Unten
H
Hamlet - This Is Your FamilyHauptsache gemütlich - Deutsche WohnzimmerHeimatkunde - Eine Expedition in die Zone mit Martin SonnebornHeimliche BlickeHelmut Lachenmann und Wolfgang Rihm im Gespräch (10 Jahre später)HERCULES, ACHELOOS AND MY GRANNYHere We ComeHEUTE MINISTER, MORGEN BANKIERHinter diesen MauernHipHop-A Tale From The HoodHITLERS OstwallHOUSE OF CAIN (The)Hubert Burda - Zwischen Rebellion und PflichtHUNGERSTREIK IN DUISBURGHÖLLE IM BERG
I
''IM GRUNDE BIN ICH EIN AUS LAUTER ZWEIFELN BESTEHENDER GLÄUBIGER MENSCH''Ich bin kein wildes Mädchen mehrIch muss dir was sagenIhn gibt's nur einmal - Artur BraunerINS HERZ DER ZUKUNFT
J
James Krüss oder Die Suche nach den glücklichen InselnJohn Heartfield FotomonteurJonusas - Himmel und Hölle sind meinJordi Savall - Die Stimmen der GambeJordi Savall Familie & Freunde in concert
K
Kabale und LiebeKalinovski SquareKARIN WIECKHORST, FOTOGRAFIN AUS LEIPZIGKEHRAUS, wiederKEHREIN, KEHRAUSKlaus Groth - Ein Dichterleben
L
Lawine - Leben und Sterben des Werner KoenigLIGURIA LOVESTORYLOG BOOKS: GEORGE SEFERISLux et Umbra
M
''Myschink'' / andi teichmann music video by Philipp GeistMünchner FreiheitMein Herz zerreisstMein Traum, meine Liebe, meine HoffnungMentirasMister & Missis.SippiMorgenstimmungMs. Senior SweetheartMusterdorf mein MusterdorfMY CRETAN LEMON TREE
N
Nachlese mit Vilém und Edith Flusser, Teil 1Nachlese mit Vilém und Edith Flusser, Teil 2Nierenleiden, chronisch // Beatrix Hartmann: Hart im Nehmen.
P
PAINTING (The)Pater nosterPATRISPhoto: Inta Ruka. Portraits of People at Home / Foto: Inta Ruka. Cilvēku portreti savās mājās
R
rauten traurigRegina BluesRESURFACERussenbus
S
''seeblick'' #1''seeblick'' #2Sammeln, ErinnernSauna TangoSchwungrädersmall fishSneaker StoriesSolarTaxiSounds of the Seas - A science detective story.Spielzeug Zauber - Kleine WeltenStärker als die AngstStark ohne Gewalt
T
TaubblindThe Book of LeninsThe BoxThe CrossroadTHE DEADBROTHERS - Death is not the endthe happy tale of the missed auditionThe Keys To ParadiseThe Life and Other Building YardsThe Queen's Courtyard (English Subtitles)THE ROAD TO NODThis Way of Life - Neuseeland so leben wirTintenherz (Trailer)Tote ErnteTrakehnen wieder deutsch?Trickfilm-Fieber - Der Zeichentrick-Pionier Gerhard FieberTRIUMPH OVER TIMETRUPPENSPIELERTräume von Freiheit und GleichheitTschernobyl
U
Uma TrailerUP & DANCINGUtes Lesung Raumzeitlegende
V
Vergessen Sie'sVier helle KöpfeVIER WÄNDE ( Trailer)VOODOO RHYTHM - The Gospel of primitive Rock `n´ Roll
W
Wachsam Tag und NachtWas ist Improvisation?Wasser unterm HammerWasserkrieg in SpanienWelche Farbe hat das Nichts?Wenn die Zahnräder Menschen sind - György Ligeti´s KlavierkonzertWHAT TIME IS IT?Wild, Wild BeachWo ist Erkan Deriduk?Wollis PARADIES Trailer zum Film
Y
Yaptik-HasseYou`re Sexy When You`re Sad / Man pat?k ka meitene skumst
Z
ZeitRaum - 1. Film Kurzfassung (short)ZENSUR, GEFÄNGNIS, FOLTERZOWNIR - RADICAL MANZUG UM ZUG - Budapest 1944Zwielicht
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filmkultur

In einer Kooperation mit dem Projekt ONLINEFILM bieten wir den Mitgliedern der Kulturserver-Netzwerke die Möglichkeit Filme und Clips zu präsentieren. Eine Auswahl zeigen wir in der Videothek des Kulturportals. Alle Filme eines Kulturschaffenden kann man auf seiner Webvistenkarte sehen. Schreiben Sie an redaktion@kulturserver.de um weitere Informationen zu erhalten, wenn Sie Ihre Filme auch hier anbieten möchten.

 

Der Störenfried
Regie: Thomas Frickel 
Am 18. August 1976 beendet die spektakuläre Selbstverbrennung des evangelischen Pastors Oskar Brüsewitz eine jahrelange Kraftprobe. Gegen den Widerstand der örtlichen DDR-Gewaltigen hat der streitbare Pastor mit List und Humor versucht, den staatlich zugewiesenen Freiraum seiner Kirche zu erweitern. In vielem erinnert die Geschichte an die Provinzposse um Don Camillo und Peppone. Aber auf preußisch. Und mit tödlichem Ausgang. Schwer zu sagen, was letztlich auslösender Faktor dieses in der christlichen Kirchengeschichte bis dahin einzigartigen Freitodes gewesen ist. Eines aber hat neben einer stasi-gelenkten Zersetzungskampagne sicher eine Rolle gespielt: dass ihm seine Gemeinde auf seinem kompromisslosen Weg nicht folgen mochte. Unser Dokumentarfilm "Der Störenfried - Ermittelungen zu Oskar Brüsewitz" versucht, die Entwickelung des Konfliktes um Pfarrer Brüsewitz nachzuzeichnen. Er bleibt in der Landschaft, die seinen Wirkungsrahmen prägte. Es werden weder Schuldige gesucht noch werden Vorwürfe erhoben: Im Widerstreit der Meinungen formt sich das Bild eines unbequemen Mahners, der sich nicht in den Konformismus der DDR-Gesellschaft fügen wollte, der mit seinem Handeln Fragezeichen hinter die verspießte Normalität des DDR-Alltags setzte und der dadurch bis heute eine Provokation für all jene darstellt, die den bequemeren Weg gehen wollten. Das Fanal des Oskar Brüsewitz hat nicht nur die Staats- und Parteiführung bis in die höchsten Ebenen hinein verunsichert, - auch als Anfrage an Kirche und Gesellschaft hat es nachhaltige Wirkungen gezeigt. Und es blieb in seiner Bedeutung nicht allein auf die frühere DDR beschränkt, wo sich Diskussionen bis in jüngste Zeit zwischen den gegensätzlichen Positionen "Stolpe" und "Brüsewitz" bewegen. Sein einsamer Kampf ist auf viele Menschen übertragbar, die - in welcher Gesellschaft auch immer - versuchen, gegen den Strom zu schwimmen. Dieser Film ist auch auf DVD erhältlich. Bitte wenden Sie sich an den Regisseur, [Thomas Frickel]http://onlinefilm.org/de_DE/community/8421
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Welche Farbe hat das Nichts?
Regie: Wolfgang Drave 
Welche Farbe hat das Nichts? Dokumentarfilm 63 min. auch als DVD erhältlich Erinnerungen von fünf blinden Menschen stehen im Mittelpunkt des Dokumentarfilms-ein Beitrag zur Alltagsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Kindheit, Arbeit, familiäre Probleme, der Umgang mit ihrer Behinderung und die soziale Sonderstellung der blinden Menschen stehen im Mittelpunkt. Aber auch die Wendepunkte deutscher Geschichte werden mit diesen mündlichen Lebenserinnerungen plastisch dokumentiert. Die Zwangssterilisation blinder Menschen im "3. Reich" wie auch Erinnerungen an die eigens geschaffene "Blinden-HJ, Bann B" gehören zu den makabren Kapiteln dieses Films. Willi Schlüter wurde als Sohn eines Landarbeiters in der Kate eines adeligen Großgrundbesitzers geboren. Dr. Annelise Liebe erblindete in ihrer Jugend. Nach dem Besuch eines "Lyzeums" promovierte sie 1938 in Pädagogik und Philosophie und arbeitete nach dem Studium der Musikwissenschaft als Konzertkritikerin Manfred Vogel kam im Alter von sieben Jahren in die "Landesanstalt Sachsen für Blinde und Schwachsinnige". Ab Kriegsende 1945 arbeitete der ausgebildete Stenotypist bei der Volkspolizei (Kripo) in Chemnitz, jahrzehntelang auch an der Aufklärung von Morden und Selbstmorden sowie Sexualdelikten. Siegfried Gerhard erlernte in Würzburg den klassischen Blindenberuf des Bürstenmachers. Sophie Brümmer wurde nach der Blindenschule zur Maschinenstrickerin ausgebildet. Heute spielt sie Orgel und leitete lange den Chor ihrer Kirchengemeinde. Drehorte beim Projekt "Welche Farbe hat das Nichts?" waren neben dem heutigen Lebensmittelpunkt der Gesprächspartner die früheren Lebensstationen (Oldenburg/H., Berlin, Chemnitz, Wortheim/Baden, Stetten/Franken. Der Film ist auf Grund eines Buches mit dem Titel "Hier riecht's nach Mozart und nach Tosca. Blinde Menschen erzählen ihr Leben" von Dr. Wolfgang Drave entstanden, das 1996 in der edition bentheim Würzburg erschienen ist (ISBN 3-92526561-9). Für dieses Buch interviewte er 35 alte blinde Menschen in Deutschland. Buch und Regie: Dr. Wolfgang Drave Kamera und Schnitt: Klaus Schäfer Ton: Michael John Musik: Michael Krispl
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AKINI Trinidad Karneval Moko Jumbies Soca Calypso Tobago
Regie: Harald Rumpf 
Für Akini sind seine Stelzen die Welt. Der 13jährige Junge im Armenviertel Cocorite auf Trinidad trainiert täglich in luftiger Höhe und läßt den rauen Alltag hinter – oder unter sich. An Karneval schweben die Stelzenläufer, die „Moko Jumbies“, prächtig kostümiert durch die Strassen. Akini ist einer von ihnen. Dieses Jahr soll er seinen großen Auftritt haben.
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EINE TUWINISCHE REISE
Regie: Robert T. Pütz 
Galsan Tschninag hat in zahllosen Geschichten und Gedichten seinem Volk, den Tuwinern, ein Denkmal gesetzt. Im Frühjahr 1995 will er von der mongolisch-chinesischen Grenze die größte Karawane seit den Zeiten Dschingis Khans durch die Steppe führen: 30 tuwinische Familien haben auf seine Initiative beschlossen, zurückzukehren in das Land um das Altai-Gebirge, in das Land ihrer Väter, aus dem sie während der Regierungszeit Stalins vertrieben worden sind. Tschinag schreibt seine Bücher auf Deutsch. Die Sprache und ihre Dichter hat er als Student in Leipzig kennen und schätzen gelernt. "Ich bin", sagt Tschinag, "ein preußischer Nomade." Schon seine Vorfahren waren bei den Tuwinern geachtete Stammesführer. Sein auf Lesereisen in Deutschland verdientes Geld hat er in den Kauf von Kamelen gesteckt, damit seine etwa 150 Stammesgenossen die etwa 2000 Kilometer nun endlich die lange Reise nach Westen antreten können. Die Karawane soll aber auch für ihn zu einem neuen literarischen Projekt werden.
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HEUTE MINISTER, MORGEN BANKIER
Regie: Peter Kleinert 
Der ehemalige FDP-Wirtschaftsminister und Dresdner Bank-Chef ist - ungebrochen durch seine Partei-Spendenaffäre mit dem Hause Flick - immer noch einer der Drahtzieher "unserer Wirtschaft", weshalb ihm die Autoren das Lenin-Zitat im Titel gewidmet haben. Voller Stolz auf seine Karriere läßt er sich, inzwischen zum Airbus-Boss aufgestiegen, bei einer Flugzeugtaufe, vor dem Kaminfeuer zuhause und auf dem Rennrad filmen - hier allerdings begleitet von Leibwächtern im Mercedes. Was Friderichs selbst in seiner Biografie vorsichtshalber wegläßt, ergänzen die Autoren, gestützt auf die Archive, einige Kritiker, wie die Politik- und Wirtschaftswissenschaftler Prof. Hans See und Jörg Huffschmidt und seine "Weggefährten". Nur einer von diesen, Otto Graf Lambsdorff, Wirtschaftsminister und FDP-Vorsitzender, wie Friderichs wegen der Flick-Affäre rechtskräftig aber - entsprechend seiner Position - gentlemanlike verurteilt, merkt schon während der Filmaufnahmen, daß dies offenbar keiner der im Fernsehen üblichen Filme werden soll und bricht - um seine Fassung kämpfend - das Interview ab. Die anderen Freunde, wie der vom Corps Teutonia, plaudern stolz im Interview oder werden von Friderichs persönlich ebenso stolz erwähnt: Walter Deuss, Karstadt AG, Horst K. Janott, Münchner Rück, Joachim Zahn, Daimler Benz, Hans L. Merkle, Deutsche Bank, BASF, BDI, Alfred Herrhausen, Deutsche Bank, Jürgen Ponto, AEG und Dresdner Bank, Fritz Berg, BDI-Präsident, Hans Günther Sohl, Wehrwirtschaftsführer, Thyssen AG, BDI-Präsident, Eberhard von Brauchitsch, Friedrich Flick KG und BDI-Vizepräsident. Brauchitsch, Lambsdorff und Friderichs wurden im Flick-Prozess nicht, wie die Staatsanwaltschaft wollte, wegen Bestechlichkeit, sondern "nur" wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Das brachte Friderichs zwar um seinen Vorstandsvorsitz bei der Dresdner Bank, wenig später aber den Vorsitz im Aufsichtsrat von Airbus - wohl nicht zuletzt, weil er der Daimler Benz AG seiner Freunde Herrhausen und Zahn per Ministererlaubnis zu "zusätzlichen Geschäftsbereichen" (AEG, MBB, MTU) verholfen und damit den größten deutschen Rüstungskonzern mit auf die Welt gebracht hatte. Soweit wir es überblicken, hat über diese Sendung von KANAL 4 keine der verlegereigenen und anzeigenabhängigen Tageszeitungen der Bundesrepublik berichtet.
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''IM GRUNDE BIN ICH EIN AUS LAUTER ZWEIFELN BESTEHENDER GLÄUBIGER MENSCH''
Regie: Peter Kleinert 
Karlheinz Deschner, 1924 in Bamberg geboren, im Krieg Soldat, studierte Theologie, Philosophie, Literaturwissenschaft und Geschichte. Sein erster Nachkriegsroman "Die Nacht steht um mein Haus" (1956) erregte Aufsehen. Sein erster Band Literaturkritik "Kitsch, Konvention und Kunst" (1957) war ein Skandal. Seit 1958 erschienen seine entlarvenden und provozierenden Geschichtswerke und Essays zur Religions- und Kirchenkritik. Einer Umfrage "Was halten Sie vom Christentum?" folgte "Abermals krähte der Hahn". 1970 begann Deschner mit seiner auf zehn Bände geplanten "Kriminalgeschichte des Christentums", von der zu seinem 70. Geburtstag Band IV erschien. Während der Filmarbeit vor zehn Jahren sagte er uns: "Ich werde solange leben, bis der zehnte Band druckfertig ist." Heute, für das Jahr 2004, kündigt sein Rowohlt-Lektor Hermann Gieselbusch (mit Deschner hier im Bild) Band VIII an, und Deschner arbeitet, kurz vor seinem 80sten Geburtstag an Band IX. 1992 bis 1994 veröffentlichten wir mit Karlheinz Deschner auf dem kleinen, von uns gegründeten unabhängigen Fernsehfenster KANAL 4 "Das Wort am Sonntag" - zwölf Fernsehessays zur Politik der Päpste im 20. Jahrhundert unter dem Serientitel "Mit Gott und den Faschisten" (siehe dort). Anläßlich seines 70. Geburtstags gratulierte ihm KAOS-Team mit der Sendung "Ketzerverbrennung" in "Z" 11/94, dem KANAL 4-"Magazin für Politik, Kunst und Satire" (siehe dort). Den langen, hier vorliegenden Dokumentarfilm finanzierte uns sein Freund und Sponsor Herbert Steffen. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hatte kein Interesse... Für sein literarisches und aufklärerisches Werk erhielt Karlheinz Deschner u.a. den Arno Schmidt-Preis (1988), den alternativen Büchner-Preis (1993) und - als erster Deutscher - den International Humanist Award (1993). Nach einem Empfang von Landkreis und Stadt Haßfurth aus Anlaß von Deschners 70. Geburtstag konnte man im "Haßfurther Tagblatt" in einem Leserbrief von Paul Schamberger lesen: "Vielleicht kommt Herr Deschner gerade deswegen in die Hölle, weil er abstreitet, daß es eine gibt." Der "Fränkische Tag" hingegen berichtete anläßlich der Uraufführung unseres langen Dokumentarfilms in Deschners Heimatstadt Bamberg: "Der Versuch, den Menschen hinter dem Schriftsteller Deschner darzustellen, gefiel dem Bamberger Publikum. Eine Dame: "Mich hat der Mann Deschner interessiert. Mich hat interessiert, ob er als Kirchenkritiker sich selbst als religiös empfindet." Zufriedenheit auch beim Besitzer des Residenz-Kinos Klaus Löffler. Das Interesse an Deschner hatte etwa 80 Besucher in das Programm-Kino geführt." Gerhard Henschel schrieb in KONKRET: "In ihrem Filmporträt zeigen Marianne Tralau und Peter Kleinert den stillen Privatdetektiv Deschner, der dem Feindbild seiner eifernden Kontrahenten keineswegs entspricht, und abergläubische Herder-Autoren, die sich bei dem Versuch, den unabweisbaren Indizien etwas entgegenzusetzen, um Kopf und Bäffchen reden."
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ZOWNIR - RADICAL MAN
Regie: M. A. Littler 
Zownir - Radical Man je dokumentarni film o enem izmed najbolj cenzuriranih fotografov, filmarjev in pisateljev kriminalk našega časa. Zownir je dosegel kultni status s svojimi fotografijami, filmi in kriminalkami iz Berlina, Londona, New Yorka in Sovjetske zveze, v njih portreti kriminalcev, spolno izobčeni in socialno izključeni. Njegovi portreti so ostri, brutalni, včasih pornografski, ampak tudi polni dostojanstva in magije. Drugače kot večina najbolj ekstremnih fotografov Zownir ne portretira samo outsiderjev, on živi v njihovi sredini. Tako njegova dela pridobijo intimnost in neposrednost, to kar mnogi fotografi izpustijo. Tematsko se film ukvarja z Zownirjevim otroštvom v povojni Nemčiji, z vzponom pank gibanja v Londonu in Berlinu poznih sedemdesetih, razcvetom in zatonom spolne revolucije v New Yorku zgodnjih osemdesetih, s socialnim propadanjem nekdanje Sovjetske zveze, kot tud z njegovimi tragikomičnimi zgodbami o izobčencih in outsiderjih.
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Die Kunst der Verführung - Das Akkordeon von Teodoro Anzellotti
Regie: Uli Aumüller 
45 minutes of film only about an accordion - isn't that a bit boring? No, we shot this film for almost 2 weeks and discovered something new every day. Nothing boring at all. This is due to the instrument itself, its aura, its breath, its unbelievable acoustic richness. An accordion was completely dismantled before our eyes – the complex mechanical apparatus which gives rise to such sounds discredits people who view the accordion as a mere popular instrument. And is also due, of course, to the accordionist himself: Teodoro Anzellotti is simply the best, most virtuoso, advanced accordionist alive today. Which is not to say that he is satisfied with himself. It is the range of his knowledge and his ambition which, to be quite honest, has taken the accordion out of the stale, claustrophobic club atmosphere and the tango corner and made it what it is today: a mature, very flexible and sensitive solo concert instrument for primarily contemporary music for which more new literature has been composed recently than for any other instrument by far. It was highly overdue to make a film about it: About Anzellotti and about his accordion. And why did you shot the film in Italy? After all, Anzellotti lives near Freiburg in Southern Germany! Very simple: On the one hand because Anzellotti is of Italian birth and knows many people there, is among friends, so to speak, which gives the film a very warm atmosphere. There is much laughter, many jokes are made, and although it rained almost constantly throughout the shoot, one simply feels this special light which distinguishes Italy from all other countries. On the other hand, Italy has the most beautiful theatres in the world, and we were able to record the concerts for the film in some of them. No photographer and no film maker would voluntarily pass up the chance to shoot in these marvellous locations, where this music blossoms out with an ease which is far from the bone-dry or better “beer-serious” (to coin a German phrase) attitude with which New Music is performed in Germany at the moment. We found our locations in Macerata, which has a "two-thirds-Scala" and in Panicale near Perugia, in a mini-Scala for no more than 100 spectators. I have never seen something like it. We were striving for a film -- this may well be a typically German quality -- , that starts at the beginning, keeps going to the end and then stops but which nevertheless has a certain charm, allowing people to laugh and at the same time see that others can laugh about themselves. And this despite the fact that the film actually deals with contemporary music for the accordion. Piazzola, Globokar, Sciarrino, Berio and Satie - serious contemporary music, music that many people claim sounds terrible and cannot be understood. Not that one needs to understand everything when listening to this music. What has to be understood is imparted in a cheerful, natural way. The composers who took part in the film have helped us very much - and Teodoro Anzellotti himself, of course, who tells us that he was obsessed by his instrument from early childhood. These are human constellations which one cannot necessarily plan, they either happen or they don't, which is why this film is a documentary. We have been pretty lucky this time, managed to meet the right people at the right time. This is not my first film on contemporary music; I know what I am talking about when I say that we have never had so much luck as this time. And in the end one will realise that this music doesn't sound so terrible after all. It is something quite natural to compose music like this for this instrument, and the worlds revealed to us through this instrument are completely wonderful. The film is called: The Art of Seduction. Where does this title come from? Actually, this question has already been answered .The first time I met Teodoro Anzellotti was at a concert in Berlin. I was astonished that only one musician, alone on stage, can unfold such gigantic rooms, rooms that are even bigger than those our eyes can see. And all this with a relatively small instrument. It was actually Teodoro Anzellotti who seduced me to want to crawl inside the instrument, into the innermost part of it, the place where the sounds evolve and into the inside of the sounds. This is why the film experiments with different rooms: large rooms which, related to the music, suddenly appear out of nothing and then disappear again. The idea is to perceive different states by totally devoting myself to music when listening to it. This is the art of Teodoro Anzellotti and also the topic of this film. And it is my homage to him, and my hope, that this experience can be conveyed to a larger audience.
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Adire - Indigo Textiles amongst the Yoruba
Regie: Thorolf Lipp 
The documentatry was produced in Nigeria and deals with the production of Adire, hand painted or knotted cloths, dyed with Indigo. The artistic creation of these cloths has long tradition in Yoruba culture. Adire: history and stories on webs of cloth. The main part of this film deals with the complicated and time-consuming production of these cloths which, just few decades ago, were daily commodity, mainly as clothing, but nowadays are barely produced. The important steps of Adire production and its varying techniques are shown as well as the social environment in which it takes place. Originally, Adire was strictly female handicraft, whereas nowadays also men can learn the Adire production.Possibly the most famous Nigerian adire artist, Nike Olaniyi Davies, has been trying for years to revive this old handcraft. She founded a centre in Oshogbo un which Adire is taught. In this centre, the \"Nike Centre for Arts and Culture\", the film was investigated and shot from June to September 1995.
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ZENSUR, GEFÄNGNIS, FOLTER
Regie: Peter Kleinert 
Nach Ausbruch der ersten Intifada wurde die kleine jüdisch/arabische Wochenzeitung "Derech Hanitzotz/Tariq Al Sharara" verboten, die Redaktionsräume wurden zerstört. Einige der JournalistInnen, Juden wie Araber, wurden zeitweise festgenommen, weil sie in dem viel beachteten Blatt die Forderungen der PLO und des Aufstands nach einem unabhängigen, gleichberechtigten palästinensischen Staat unterstützt und unzensiert über das inhumane Verhalten von Armee und Polizei gegenüber Palästinensern berichtet hatten. Als wir von diesem Verstoß gegen die Pressefreiheit erfuhren, fragten wir beim Vorstand der IG Druck und Papier an, ob er einen Film zur Unterstützung der KollegInnen in Tel Aviv finanzieren könne. Auf Empfehlung der Gewerkschaft, die ihrerseits Mitglied der Internationalen Organisation der Journalisten (IOJ) war, übernahm diese die Finanzierung des Filmprojektes, das so nicht nur in Deutschland, sondern international verbreitet werden und zur Solidarität aufrufen konnte. Als Begleiter der KollegInnen, die ihre Arbeit kurz vor unserer Ankunft in Israel wieder aufnehmen durften, hatten wir die Möglichkeit, die Intifada, ihre Ursachen und Folgen sozusagen von Innen zu dokumentieren. Von Anfang an ließ die Armee uns spüren, daß wir als unabhängige Beobachter nicht allzu willkommen waren. Deshalb beginnt der Film mit einem Tränengasangriff auf unser Team. Wir hatten es gewagt, ohne Erlaubnis der Behörden, ein Flüchtlingsdorf zu besuchen, dessen Bewohner bereits mehrfach von der Armee terrorisiert worden waren. Zurück in Köln, konnten wir einen 12 Minuten-Beitrag aus unserem Filmmaterial im WDR-Magazin ZAK senden. Daraufhin wurde Roni Ben Efrat, eine jüdische Kollegin von "Derech Hanitzotz", die als unsere Begleiterin und Interviewpartnerin offenbar den Zorn der Behörden besonders erregt hatte, verhaftet. Erst nach einem halben Jahr kam sie vor Gericht. Nicht zuletzt internationale Proteste erzwangen ihren Freispruch.
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