Die Chinesin
Eine Übermalung von Dimiter Gotscheff und Mark Lammert
mit Texten aus anderen Filmen Jean-Luc Godards
Dimiter Gotscheff
Regie
Mark Lammert
Bühnenraum und Kostüme
Torsten König
Licht
Ralf Fiedler
Textfassung/ Dramaturgie
Sebastian Blomberg
Mit
Eine Gruppe noch junger Frauen und Männer bezieht ein relativ luxuriöses elterliches Appartement und beginnt, maoistische Zelle zu proben, „Kinder, die in den Ferien versuchen, ein Indianerzelt zu bauen“, ein soziales Laboratorium, ein wenig lächerlich, aber auch mit großem Ernst, wie Godard rückblickend resümiert... das ist der Ausgangspunkt des dokumentarisch-visionären Films von 1967. „Die Chinesin“ beschreibt die Ereignisse von 1968 im embryonalen Stadium, die Retorte einer zukünftigen Revolte, spielerisches Zitat ernsthafter Zitate – vorweggenommen scheint aber ebenso bereits die Ernüchterung und das Zurückgleiten in die komfortable bourgeoise Kultur, die am Anfang steht. Vor allem aber ist „Die Chinesin“ ein echter Godard, eine radikale Infragestellung unserer Gewissheiten und Sehgewohnheiten, ein Aufbruch in die "Wirklichkeit, die vielleicht noch nie jemand zu Gesicht bekommen hat".
Die Übermalung des Stoffs durch den Regisseur Dimiter Gotscheff und den Künstler Mark Lammert öffnet den Blick auf die elementare sinnlichen Dimension der Dinge in Godards Filmen – Farbe, Bewegung, Landschaft, Raum, Musik, Sprache... – damit auf den kaum entdeckten bildnerischen Kontext, aus dem sich die Fragestellungen Godards speisen, des großen Philosophen unter den Filmschaffenden.
Weitere Informationen:
www.volksbuehne-berlin.de/prax...
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