Max Schumacher
Theater
Max Schumacher studierte Dramaturgie an der Humboldt Universität Berlin und Performance Studies (MA) an der New York University im Rahmen eines Fulbright Stipendiums. 1999 gründete er post theater in New York. Mit diesem interdisziplinären Team inszenierte er Theater und Multi-Media Performances, die u. a. in die USA, nach Österreich, Italien, Serbien, Kroatien, Slowenien, Thailand, Korea, Japan, Taiwan, Singapur und in die Schweiz tourten.

Seine interdisziplinäre Praxis beinhaltet eine große Bandbreite: Er erfand die »Strandvölkerball Weltmeisterschaft« – Völkerball mit echten Völkern am Oststrand in Berlin (seit 2003 jeden Sommer) – und brachte seine Performances an besondere Orte: So inszenierte er bereits auf der Staten Island Fähre vor New York, in einem ehemaligen Geheimpolizei-Revier in Belgrad, auf einem Hochhausdach in Köln und in Virchows Medizinhistorischem Museum in Berlin. So kam er auch zu der brandenburgischen Kunstinitiative Rohkunstbau, für die er 2003 - 2007 das Festival Darstellenerder Künste kuratierte und leitete.

Max Schumacher gewann zahlreiche Preise und Stipendien, u. a. war er im Jahre 2001 Stipendiat der Akademie Schloss Solitude Stuttgart, gewann den Bremer Autorenpreis (2004, mit Maren Strack und Hiroko Tanahashi) und war Artist-in-Residence im Kunstraum Syltquelle auf Sylt (2005) und 2006 im Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop, im Schloss Broellin und bei PACT Zollverein, Essen. 2007 und 2008 wurde er als Artist in Residence ins Taipei Artist Village,Taiwan und zu SAIR, Jyderrup, Dänemark, 2009 zu Tokyo Wonder Site, Japan, eingeladen. Er führte bei „Heavenly Bento“ (Kommunikationsmuseum Berlin / Sophiensaele Berlin, 2004) Regie. Die Produktion war auf der Bonn Biennale, dem Singapore Arts Festival und der Japan Society, New York, eingeladen). Im Herbst 2005 tourte er mit post theater in Japan (Tokio, Yokohama und Yamaguchi). Die Arbeit »Figure 8 Race«, eine Zusammenarbeit mit Maren Strack, spielte bei Tanz im August, Berlin (2006) und auf dem Digital Arts Festival in Tokio (2007). 2008 inszenierte er die YouTube-basierte Tanzperformance »Napoleon D.« mit 28 ausverkauften Aufführungen in Berlin, »Flatland« (per_vilion IV) beim Int. Festival for the Arts CyL, Salamanca und »Fight Club: A Chorus« im Magazin der Staatsoper Unter den Linden, Berlin.

2009 brachte er »Express Fight Club« nach Spanien und Taiwan mit ortsbezogenen Versionen. 2010 wurde er nach Paris zu 104centquatre eingeladen. Neben der künstlerischen und kuratorischen Arbeit lehrt Max Schumacher auch Workshops und hält Vorträge (u. a. in Ljubljana, Osaka, Salzburg, Zagreb, Frankfurt, und zuletzt in Tokio, Taipei und Singapur).